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Nur zum Spaß: Fakten über den englischen Fußball

Nur zum SpaßNur zum Spaß 08.10.2018: Engländer und Fußball, das ist wie Messer und Gabel, Eis und Sahne, oder auch: ham and eggs. Wir schnuppern an dieser Stelle ein wenig in dieses Thema rein, einfach, weil es so schön ist!

König Fußball gehört zu Englands nationaler Identität


Wer abends in einem englischen Pub hockt, der wird um den Fußball gar nicht herumkommen, denn beinahe an jedem Tisch kommt das Thema zur Sprache. Es wird erzählt, diskutiert und manchmal auch gestritten, gern auch mit einem Gläschen zu viel im Tank. Wer nicht genügend informiert ist, kann leider nicht mitreden, darum gilt es, vor einer Reise ins Soccer-Paradies tüchtig Fakten und Daten zu sammeln. Wichtig sind dabei nicht nur die aktuellen Spiele der populären Mannschaften, sondern auch die zahlreichen Hintergrundinfos, ohne die kaum ein Engländer überlebensfähig ist. Schließlich gehört Fußball hier zur nationalen Identität, so wie das andauernde Regenwetter und das unbekömmliche Essen.

Wusstest du, dass bereits der berüchtigte König Heinrich VIII. ein paar Fußballstiefel besaß? Diese wurden sogar in einer Urkunde erwähnt, darum wissen wir heute davon. 1526 bestellt der exzentrische Herrscher seine neue Sportgarnitur und hat darin vielleicht sogar das eine oder andere Tor geschossen. Die Wurzeln reichen also ganz schön weit zurück und sie erscheinen aus heutiger Sicht nicht immer harmlos, wie wir im Folgenden sehen werden.

Gebrochene Knochen waren damals keine Seltenheit

Schon etwa 100 Jahre zuvor traten immer jeweils zwei englische Dörfer im Fußball gegeneinander an, doch das Spiel verlief sehr viel härter und regelloser als heute. Egal wie weit die beiden Orte auch auseinanderlagen: Die Landschaft dazwischen stellte immer das Spielfeld dar. Gebrochene Knochen waren keine Seltenheit, deshalb versuchten die Herrschenden immer mal wieder, das rohe Treiben zu verbieten. Wie wir heute sehr genau wissen, gelang dies höchstens kurzzeitig, aber nicht auf Dauer!

Zwar sind die Engländer heute durchaus zivilisierter, doch ihre irrsinnige Begeisterung für den König aller Sportarten haben sie noch lange nicht verloren. Keine Frage: Der englische Fußball lebt vor allem durch seine Fans. Die drei Löwen wissen sehr genau, dass zahllose heimische Fußballfreunde mit ihnen auf Reisen gehen, vor allem auf große internationale Turniere. Die Anhänger der erfolgreichsten Teams buchen ihre Tickets zumeist weit im Voraus, um Kosten zu sparen – immer in der Hoffnung, dass die Lieblingsmannschaft einen echten Durchmarsch zustande bringt. Und falls dies wieder einmal nicht geschehen sollte, ist trotzdem eine Big Party angesagt, so, als seien die Engländer gerade eben Weltmeister geworden.



Foto: Stephan Hoogerwaard

Engländer und Elfmieterschießen harmonieren nicht

Elfmeterschießen scheint den Engländern nicht wirklich zu liegen, kaum eine Nationalmannschaft weist auf diesem Gebiet eine ähnlich verheerende Bilanz auf. Unvergessen sind noch heute die beiden Elfmetergemetzel bei der WM 1990 und der EM 1996, als England gegen Deutschland nicht die geringste Chance zu haben schien. 1998 versagten die britischen Jungs dann gegen Argentinien – und in den Jahren 2004 und 2006 hieß der strahlende Elfmeter-Sieger gegen England: Portugal.

Die WM 2006 hinterließ noch dunklere Schatten in der englischen Fußball wetten Historie, denn die großen Stars Jamie Carragher, Frank Lampard und Steven Gerrard verschossen jeweils ihren Elfmeter und die englischen Fans ertränkte ihre Enttäuschung wahlweise in Ale oder Lager. Immerhin gelang es den Briten im denkwürdigen EM-Jahr 1996 ein Elfmeterschießen gegen Spanien zu gewinnen – und zwar ohne einen einzigen Fehlschuss. Und auch bei dieser WM konnten sie souverän einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Kolumbien feiern. Ob dies genügend Hoffnung spendet, um auch die nächsten Jahre zu überstehen, steht in den Sternen.
 
Einziger WM-Titel ausgerechnet mit Lattentreffer

Eine uralte Nationalmannschaft mit unüberschaubaren Horden eifriger Fans muss doch sicher schon ein paar Mal Weltmeister gewesen sein, oder? An dieser Stelle liegt noch ein weiterer wunder Punkt der Engländer, die so stolz ihren Fußballsong »Three lions on the shirt« schmettern können. Den ganz großen Titel holten sie sich im Jahr 1966 – und danach niemals wieder.

Damals besiegten die Engländer tatsächlich Deutschland im Finale, und zwar mit dem noch heute weltweit berüchtigten Wembley-Tor. Es handelte sich bekanntermaßen um einen Lattentreffer, der mit großer Wahrscheinlichkeit gar kein echtes Tor war, aber, nun ja, gönnen wir den Briten einfach mal ihren einzigen Weltmeistertitel! Natürlich würden sie sehr gern mal wieder das WM-Finale knacken.
 
Der »Auld Enemy« wohnt gleich nebenan

Manchmal tun die Engländer tatsächlich so, als sei Deutschland im Fußball ihr Erzrivale, doch das ist alles nur Show. In Wirklichkeit reiben sie sich immer wieder am guten, alten »Auld Enemy« auf, dem benachbarten schottischen Team. Die aktuelle Gesamtbilanz spricht tendenziell für England, es stehen 167 Tore gegen 191. In der Geschichte gab es 107 direkte Begegnungen, die insgesamt relativ ausgewogen ausgingen.

Diese schlichten Daten sagen allerdings schier überhaupt nichts über die tosende Stimmung aus, die jedes der einzelnen Spiele begleitet! Wahrscheinlich würde so mancher Festlandeuropäer dabei den Kopf zwischen die Schultern ziehen und sich leise davonschleichen, während seine Inselkollegen den Kampfgeist erst richtig entfalten.

An dieser Stelle müssen wir leider sagen, dass wir die Beziehung der Engländer zu ihrem Fußball in ihrer tatsächlichen Tiefe gar nicht beschreiben können. Dafür muss man vermutlich selbst zu diesem ungewöhnlichen Volk gehören. Doch ein kleiner Einblick sollte dieser Artikel vermitteln.
 

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